Dienstag, 24. April 2012

103 - tolle Neuigkeiten?



Vielleicht kennt ihr es ja: Wenn du die richtigen Personen um dich hast, fühlst du dich geborgen. Und das war ich gerade in diesem Zeitpunkt.
Aber zur der Zeit hatte ich keinen blassen Schimmer, dass dieses Glück von einem Tag auf den anderen vorbei sein könnte...

Zwei weitere Monate sind seit Silvester nun vergangen. Zwischen mir und Basti lief die Beziehung prächtig. Besser, als ich es mir vorgestellt hatte!
Aber heute war kein guter Tag für mich. Ich lag krank im Bett und Basti war auf einer Autogrammstunde. Das hieß, ich würde ihn erst morgen sehen. Aber so wie ich meine Mutter kannte, würde sie ihn nicht zu mir lassen, aus Angst, er könnte sich anstecken. Es fühlte sich allerdings nicht an, als hätte ich einen Virus oder ähnliches erwischt. Immer wieder bekam ich Brechreize, sodass ich minutenlang über der Kloschüssel hing.
Und in diesem Moment war es auch so.
„Ach Mäuschen, was hast du denn nur?“, fragte mich meine Mam, während sie behutsam über meinen Rücken strich. „Ich rufe jetzt den Arzt, länger kann ich das nicht mit ansehen!“
Und nach kurzer Zeit, um genau zu sein, dreißig Minuten, saßen wir schon auf dem Weg dorthin. Davor hatte ich Basti schnell eine SMS geschrieben, worauf ich auch gleich eine Antwort bekam:

Oh Gott! Ich hoffe, dir geht’s bald wieder besser! :/
Hier ist es bis jetzt noch ruhig, aber in paar Stunden werden mir die Mädchen wieder zu Füßen liegen! :p
Bis heute Abend! Ich ruf' dich dann an :) & ich freue mich schon auf Morgen! ;)
Gute Besserung, Schatz!
Ich liebe dich :*

Achja, stimmt! Morgen ist ja der Frühlingsball! Hoffentlich bin ich dann wieder fit!
„Frau Layer, bitte!“, rief mich die junge Frau von der Rezeption auf.
Ich wurde mit meiner Mutter in einen Raum geführt, wo wir noch einen Augenblick Geduld haben sollten, bis der Arzt kam. Und dann war es auch so. Mein Hausarzt begrüßte uns zwei und dann kam die Ausfrage: „Was haben Sie denn Frau Layer?“
„Ich musste mich schon öfter am Tag übergeben, aber Brechgefühle habe ich keine. Nur dann, wenn ich mich übergeben muss.“
Dr. Welk machte sich kurze Notizen und nickte nebenbei.
„Haben Sie schon Medikamente zu sich genommen?“
„Nein, bis jetzt noch keine.“
„Gut, dann setzen Sie sich bitte auf die Liege.“
Er begutachtete mich mit einem Stethoskop am Brust-, Rücken – und Bauchbereich.
„Wie ich sehe, ist ihre Wunde ziemlich gut zugewachsen. Aber trotzdem würde ich noch etwas vorsichtig damit umgehen. Ich kann bis jetzt nichts auffälliges erkennen, was auf eine Krankheit hinweisen könnte...“ Er stoppte beim Reden. Ich hatte ein Gefühl, als wäre er noch nicht fertig mit dem, was er sagen wollte.
„Bevor ich Ihnen Medikamente verschreiben möchte, würde ich Sie bitten mit zur Ultraschalluntersuchung zu kommen.“
Meine Mutter und ich sahen uns geschockt an und dann wieder den Arzt.
„Es kann nicht sein, dass sie schwanger ist. Es hieß, dass sie keine Kinder mehr bekommen kann“, fügte meine Mam hinzu.
„Ich möchte nur zur Vorsorge nachsehen.“

Das Ultraschallgerät glitt mit dem Gel meinem Bauch entlang. Immer wieder drückte Dr. Welk bisschen fester rein, dann wieder lockerer. Meine Mutter stand abseits und verfolgte das ganze Geschehen. Ich konnte auf dem kleinen Monitor nichts großartiges erkennen.
„Wie ich es mir dachte...“, sagte mein Arzt eher zu sich selbst, dann wandte er sich zu uns, immer noch das Gerät an meinem Bauch.
„Schauen Sie her“, er zeigte mit seinem Zeigefinger auf eine schwarze Stelle, „Hier hat sich das Embryo eingenistet.“
Ein Glücksgefühl breitete sich in meinem Körper aus, als ich diesen kleinen Klumpen auf dem Monitor bemerkt hatte.
Er fuhr fort: „Das Herz schlägt regelmäßig, das ist ein gutes Zeichen!“
„Aber die Ärzte im Krankenhaus meinten, es ginge nicht mehr. Ist bei der Untersuchung damals ein Fehler unterlaufen?“ Die Stimme meiner Mutter klang ausdruckslos.
„Es kann natürlich sein, dass sie sich vertan haben, aber bis jetzt lagen die Ärzte, die dort arbeiten, nie falsch. Wenn nicht, dann kann ist es echt ein Wunder, dass es noch möglich war. Ich befürchte aber, dass es ein Risiko ist, das Kind zu behalten. Die Gebärmutter dehnt sich ja immer weiter aus. Dadurch kann es dann wieder zu einem Riss der Wunde führen, oder – bei schlimmeren Fällen – eine Fehlgeburt. Auch könnte es sein, dass dies das einzige Kind sein wird, das von ihr geboren werden könnte.“

Nach weiteren fünf Minuten, verabschiedeten wir uns wieder.
Eine Weile sagte weder meine Mutter, noch ich etwas. Doch dann unterbrach ich die Stille: „Mam? Ich will das Kind haben...“
„Dass du mir so etwas antust.“ Auf so eine Reaktion war ich nicht vorbereitet. Mein Herz zog sich dabei schmerzhaft zusammen, doch dann lächelte sie leicht: „Da werde ich dann einfach mal mit einundvierzig Großmutter. Ich dachte, ich habe noch etwas Zeit, alt zu werden.“ Jetzt fing sie an zu lachen. Welchen Schrecken sie mir eingejagt hat!
„Aber wann willst du es Basti sagen?“ Jetzt hat sie ins Schwarze getroffen.
„Morgen ist es besser... Jetzt hat er dann eine Autogrammstunde. Wenn ich ihm eine SMS schreibe, dann wird er vielleicht die ganze Zeit daran denken. Weißt du aber, wovor ich am meisten Angst habe?“ Ich sah sie erwartungsvoll an. Sie wechselte ihren Blick kurz zu mir, dann wieder auf die Straße. „Davor, dass er es nicht haben will...“
Meine Hand ruhte auf meinem Bauch. Wieder bildete sich ein kleines Lächeln auf meinen Lippen. „Denkst du, ich werde eine gute Mutter?“
„Sicher mein Schatz, das wirst du! Du hattest ja auch die tollste und beste Mutter auf der ganzen Welt! Muss also abfärben!“ Dabei streckt meine Mam mir die Zunge raus.
„Also eine eingebildete Mutter möchte ich nicht werden!“
Die restliche Fahrt unterhielten wir uns über meine Zeit, in der ich noch ein kleines Kind war.
Aber immer wieder kam mir ein Gedanke: Wird er sich über die Neuigkeit freuen?

Kommentare:

  1. Oh man wie Süüß <3
    Vielleicht ein kleiner Basti *_*
    Super süß geschrieben :)
    Ich würde es an ihrer Stelle auch auf jeden Fall behalten :))
    Schnell weiter, ich will wissen was Basti dazu sagt :D
    :**

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  2. sehr sehr schön (:
    ich musste die ganze Zeit lächeln (:
    (von Ludie) (;

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  3. bin so gespannt wie es weiter geht, schreib schnell weiter!! :)

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  4. wie süß schreib schnell weiter will wissen wie basti darauf reagiert ;D

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  5. oh wie geil, schreib schnell weiter. Ich will wissen wie er reagiert.

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  6. ich bin gespannt wie es weiter gehht:)

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  7. haha oh gott wie süß ;) aber ich wusste es ja schon das sie schwanger wird gell?! ;DD
    sogar ludie hat'n kommi gemacht die hohle nuss die XD

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  8. @ letzter Anonym
    Ja, du wusstest es, aber nur, weil ich es dir während der biostunde erzählt habe! ;D Ja, die Befruchtung ist schon ein toller Unterrichtsstoff ne? :D

    @ ALLE:
    Danke für die lieben kommis! (: Ich hoffe, euch werden die nächsten/letzten teile gefallen & ich versuche sie so perfekt wie möglich zu schreiben, wie ich es mir vorgestellt habe ! ;)
    Hoffentlich bleibt ihr trotzdem weiterhin meine treue Leser in 3, 4 Monaten :))

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    1. die letzten teile??? hörst du auf??bitte nicht :/

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  9. Awwwww voll süß .. schnell weiter bitte war so toll wie immer geschrieben :)

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  10. ja, ich höre bald auf. ich schreibe in paar monaten meine abschlussprüfung.
    aber danach bin ich wieder mit einer NEUEN geschichte am start (:

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  11. Ach Gott wie süß! Irgendwie hatte ich Tränen in den Augen, weil das echt wundervoll geschrieben ist! Ich freu mich so für sie bzw. die beiden! Aber ich hätte echt Angst, dass dann was mit der Wunde passiert & so. & vor seiner Reaktion hätte ich auch etwas Bammel! Aber ich denke er wird sich freuen. Ich hoffe es zumindest. ;P Also überleg dir gut, was du da schreibst! Ich will wissen wie es weiter geht & hoffe, das geht hier alles noch ein Weilchen! :))

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  12. Man ist das süüüüß *____*
    ich ..raaawr :p
    wie wird er reagieren :O
    schnell weiter,so genial man ♥

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