Sonntag, 29. Januar 2012

82 - Erster Schnee

„Du hast alles unten mitbekommen, oder?“ Seine Stimme lächelte leicht. Ich brummte ihn nur an und küsste ihn zur Bestätigung. „Schlaf schön, mein Schatz!“ Das waren die letzten Worte von ihm, dann schlief ich weiter.

Zwei Finger spielten an meinem Bauchnabel herum, dann wanderten sie runter, bis zum Unterhosenbund. Aber dort blieb er stehen und fuhr an der linken Bauchseite nach oben. Alles zog sich in mich zusammen. Dieses Kribbeln verursachte mir eine starke Gänsehaut am ganzen Körper. Ich drehte jetzt meinen Kopf in Bastis Richtung. Ohne die Augen geöffnet zu haben, berührten sich leicht unsere Nasenspitzen, was danach zu einem kleinen Spiel zwischen ihnen wurde. Jetzt waren Bastis Hände an meinen Hüften und zog mich auf sich hinauf. „Morgen“, murmelte er und küsste mich kurz sanft. Doch bevor er den Kuss absetzen konnte, biss ich leicht in seine Unterlippe. „Du bleibst schön hier!“, forderte ich ihn auf, worauf ihm ein breites Grinsen ins Gesicht huschte. Unsere Zungen spielten leicht miteinander.
Irgendwann setzte Basti allerdings den Kuss wieder ab und strich mir die Strähnen hinter mein Ohr, die mir ins Gesicht gefallen sind. „Was machen wir heute Schönes?“ Meine Ellenbogen stützen mein Gewicht neben seinem Kopf ab. Ich überlegte kurz und setzte mich schließlich auf um die Jalousien zu öffnen. Draußen lag Schnee. „Schneemann bauen ...“, sagte ich kurz und knapp.
„Wieso Schneemann? Liegt draußen schon Schnee?“ Basti setzte sich jetzt auch auf und sah aus dem Fenster. „Dabei ist es erst Anfang Dezember...“ Sein berühmter Dackelblick kam zum Vorschein. „Wir können ja hier bleiben“, entgegnete ich ihn gekränkt und senkte meinen Kopf. Basti hob meinen Kinn nach oben und drückte seine Lippen auf meine. „Wer zuerst unten ist, darf den anderen mit Schnee einreiben!“ Und schon schmiss er mich von ihm runter, war auf den Beiden und kramte schnell seine Sachen von dem Schreibtischstuhl hinunter. „Das ist echt gemein von dir!“, rief ich ihm nach, als er die Tür vom Badezimmer hinter sich zu schließen wollte. Er streckte mir noch die Zunge raus und drehte den Schloss um. Jetzt packte ich ebenfalls meine Sachen und zog sie blitzschnell über meinen Körper. Die Haare schnell zu einem Pferdeschwanz gebunden und leichte Wimperntusche aufgetragen. Die Tür des Badezimmers öffnete sich, als ich ebenfalls aus meinem Zimmer trat. Wir kniffen gemeinsam die Augen gerspielt zusammen. Dann rannten wir gleichzeitig die Treppe runter. Ich zog meine Schuhe schnell an und schmiss meine Jacke drüber. Meine Hand wollte gerade die Klinke runter drücken, als zwei Arme mich von hinten packten. Basti wirbelte mich nach hinten, sodass er als erstes den Fuß in die Freiheit setzten konnte. Schon war er um die Ecke in unseren Garten verschwunden.
'So schnell lasse ich ihn nicht gewinnen!' Ich formte mit meiner Hand einen Schneeball und lief seelenruhig hinter das Haus. Basti hatte schon den weißen Schnee in der Hand und wartete auf seine 'Belohnung'. Doch fünf Meter vor ihm blieb ich stehen und scheuerte ihm die Kugel ins Gesicht, die ich hinter meinen Rücken versteckt hatte. Er wischte sich mit der Hand über seine Augen. „Das … war … fies!“, sagte er beleidigt und etwas zickig.
Ich kam paar Schritt auf ihn zu und hielt sein Gesicht in meinen Händen. Auf meinem Gesicht bildete sich ein kleines Lächeln. Ein bisschen Angst, dass er sauer sein könnte, hatte ich schon. Aber ehe ich mich versah, steckte er den Schnee, der immer noch in seiner Hand lang, in meine Jacke. „Ah! Tu das raus, tu das raus! Bitte! Schnell!“ Ich sprang wild umher. Basti hingegen lachte sich einen schlapp.
'Das lasse ich mir nicht gefallen!' Und schon warf ich wieder die nächste Ladung auf ihn. Er rannte auf mich zu. „Ah! Nein! Lass mich!“ Ich lief vor ihm weg. Doch Basti war schneller als ich, weshalb er mich kurz danach an den Händen packte und mich zu ihm drehte. Zu früh gefreut! Ich rutschte dabei aus und zog ihn gleich mit hinterher. Er lag nun auf mir. Langen sahen wir uns nur in die Augen. Unseren Blickkontakt konnte keiner unterbrechen. Ich legte meine Hände an seinen Unterkiefer und und führte seine Lippen nah an meine. Auch seine Finger berührten meine Haut an meiner Wange. Aber Basti löste sich von meinem Griff und küsste erst leicht meine Stirn, dann meine linke Wange, danach kam die rechte dran. Meine Nasenspitze stupste er mit seinem Zeigefinger an. Sein Lächeln dabei war atemberaubend. Meine Augen wanderte immer wieder zwischen seine Lippen und braunen Augen hin und her. Endlich steuerte er seinen Kopf zu meinem Mund hin. „Ich liebe dich“, flüsterte er nur noch, dann verschmolzen wir, im kalten Schnee, zusammen und genossen diesen Moment, den ich mir immer am sehnlichsten gewünscht hatte.

Kommentare:

  1. Ah wie süß! & ja ich lächle gerne bei deinen Teilen, sie sind halt wundervoll...wie er! Bitte schreib weiter! <3

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  2. ooooooooooh wie süüüüüüüüß :DDD freu mich schon total auf den nächsten teil *-*

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  3. soo süüüüüß *--* :DD
    weiter soooo <33

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  4. oorw wie süß die doch sind *_*
    Ich geb allen hier mal recht ;D
    Weiteeeer!

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  5. wow das ist echt verdammt perfekt geschrieben *__*

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