Dienstag, 31. Januar 2012

83 - Störungen

Endlich steuerte er seinen Kopf zu meinem Mund hin. „Ich liebe dich“, flüsterte er nur noch, dann verschmolzen wir, im kalten Schnee, zusammen und genossen diesen Moment, den ich mir immer am sehnlichsten gewünscht hatte.

„Sam? Basti? Seid ihr … Oh, tut mir leid!“ Meine Mutter schloss die Terrassentür schnell wieder hinter sich zu. Aber so richtig realisieren konnten wir das allerdings nicht, bis ich die Kälte an meinem Rücken spürte. Langsam löste ich mich von ihm. Wieder sahen wir uns tief in die Augen. Total hypnotisiert sprach ich dann: „W-Wollen wir r-reingehen?“ Basti antworte mir nicht, sondern starrte mich immer weiter an. Ihm ging es anscheinend genauso wie mir. Uns bewegen wollte sich keiner von uns. Niemand wollte diesen Moment noch weiter stören. Auf einmal spürte ich etwas Nasses an meinem Rücken. „Verdammt! Meine Jacke ist nicht wasserdicht!“ Jetzt war es Basti, der mich mit einem Ruck nach oben zog. Dann packte er mich an meinen Oberschenkeln und hob mich auf seine Hüften. Er trug mich ins Wohnzimmer, die Treppe nach oben, bis in mein Zimmer. Dort ließ er mich dann wieder auf den Boden. Gemeinsam zogen wir uns trockene Klamotten an. Ich hatte eine schwarze Jogginghose an, darüber einen weißen Schlabber-Pulli. An den Füßen trug ich dicke Flauschsocken. Auch Basti hatte sich eine Jogginghose ausgesucht, mit einem blauen Pullover.

„Ich mach uns eine heiße Schokolade!“ Mein Freund schenkte mir einen kurzen Kuss auf die Wange und verschwand in die Küche. Während er uns etwas zum Aufwärmen machte, rückte ich die Sofas näher an den Kamin. Das Holz schmiss ich hinein und schon loderten die Flammen hell auf. Ich setzte mich auf die Couch und kuschelte mich in eine Decke hinein. Meine Augen fixierten sich auf das Feuer. Basti kam gerade wieder mit zwei Tassen zurück und gab mir eine davon. Er setzte sich ganz nah neben mich. Mein Kopf legte sich automatisch auf seine Schulter. Wir redeten nicht viel miteinander. Langsam drehte ich meinen Hals in seine Richtung. Dann küsste ich ihn kurz im Kehlkopfbereich und wanderte weiter zu seinem Ohrläppchen. Ich wusste nicht wieso, aber mir gefiel es gerade sehr. Basti streichelte gerade meine Haare. Leise stöhnte er auf. „Hör auf, bitte“, murmelte er an mein Ohr. Aber ich hörte nicht auf ihn. Ich setzte mich jetzt auf seinen Schoß und küsste ihn wild. Unsere Zungen fingen an fangen zu spielen. Dann hörten wir  ein Räuspern. „Ich möchte euch zwar nicht stören, aber hier sind noch andere Leute in diesem Haus...“
'Wieso müssen Mütter immer im falschen Moment kommen?!'
„Tut mir leid, Mam!“ Ich wollte gerade wieder von Basti steigen, als er mich fest hielt. „Bleib da!“ Er brummte es zwischen seinen Zähnen hindurch. Seine Augen flehend geöffnet.
„Kein Problem. Ich wollte euch nur aufmerksam machen!“, sagte sie nur und zwinkerte uns zu. Dann verschwand sie in die Küche. Jetzt wanderte mein Blick wieder zu meinem Freund. Er hatte die Augen geschlossen. „Was ist los?“, fragte ich ihn sanft und fuhr mit meinen Fingern durch seine Haare. Er schüttelte nur mit einem Lächeln das Gesicht. „Das Feuer geht gleich aus. Ich hohl schnell Neues, ok?“ Ich nickte nur stumm und stieg von ihm hinunter.
Meine heiße Schokolade stand auf dem Wohnzimmertisch. Ich schlürfte an der Tasse. Basti war immer noch nicht da. Es sind schon fünf Minuten vergangen. Nach weiteren zwei Minuten kam er dann wieder ins Zimmer gelaufen. Sein Kopf glühte ein bisschen rot. „Wie wäre es jetzt mit einem Film?“ Basti fing gleich an zu reden, bevor ich anfangen konnte. 'Wieso hat er so lange gebraucht?!'
„Ja! Und welchen?“ - „Ich such uns einen raus!“ Er legte einen Action-Film in den DVD-Player.
Basti machte überall die Lichter aus und war dann wieder bei mir. Die Decken waren wieder um unsere Körper geschlungen und auch wie kuschelten uns nah aneinander. Während des Filmes setzte sich Basti leicht auf. Ein breites Grinsen umspielte sein Gesicht und kurz darauf lagen seine Lippen an meinem Hals und saugten sich fest. Danach betrachtete er sein Kunstwerk. „Bei dir geht das ziemlich gut, muss ich schon sagen!“ Ich hielt meine Hand an die Stelle. Sie tat in diesem Moment ziemlich weh. Ich wollte auch gerade das selbe bei ihm machen, als er mich zurückhielt. „Nein, das darfst du nicht! Wenn die Paparazzi davon ein Bild schießen, dann ist es doof für mich.“ - „Das ist gemein von dir!“ Ich verschränkte meine Arme vor meinem Oberkörper. Er drehte mit seinem Kinn meinen Kopf zu sich und küsste mich ganz zärtlich. Jetzt widmeten wir uns dem Film wieder zu. Irgendwann um 17 Uhr wurden meine Augen allmählich schwerer und schwerer und schlief an Bastis Schulter ein.

Kommentare:

  1. Ohw süüüß *-*
    jaja warum glühend ? :D

    Sehr schön geschrieben!
    Schnell weiter!!

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  2. ich weiß gar nicht, was du hast! ;)
    ich find ihn total schön! *__*
    freu mich schon auf den nächsten! :D

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  3. Ich hatte doch eine gute Schlussfolgerung...ich bin so gut! :P So süß die beiden! :) Hast du auch wieder sehr schön geschrieben! Aber ab los, an den nächsten Teil, ich will weiter lesen! ;P <3 :*

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  4. woow :) so schön!! los, schreib den nächsten, BITTE! :)

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  5. wieder mal so wunderschön geschrieben :)

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