Mittwoch, 21. Dezember 2011

54 - Fieber

Es war schon 16:30 Uhr und draußen fing es schon an zu dämmern. Irgendwann fielen meine Augenlider zu. Doch davor sog ich noch Bastis Duft ein und spürte leicht seine weichen Lippen auf meiner Stirn.

Als ich aufwachte, flimmerte der Fernseher vor sich hin und viele einzelne Stimmen konnte ich daraus wahrnehmen. Meine Augen waren immer noch geschlossen. Sie fühlten sich so schwer an. Kein einziges Licht brannte. Langsam fuhr ich mit meiner Hand neben mich, doch Basti war nicht da. Langsam richtete ich mich auf und schaffte es, meine Augenlider zu öffnen. An meinem Fernseher wurde ein Zettel befestigt.

Schatz, ich bin schnell zu Hause.
Komme aber dann so schnell es geht wieder zu dir!
Ich liebe dich ♥

Ich ließ mich langsam wieder nach hinten sinken. Mein Kopf tat so übelst weh. Er dröhnte und der Puls pochte laut. Es ging mir noch schlechter als vorher.
Die Tür wurde langsam geöffnet. Meine Mutter trat zu mir und setzte sich an die Bettkante. „Na Süße? Ich hab von Basti gehört, dass es dir nicht so gut geht wegen … Du weißt schon.“ Nebenbei legte sie ihre Hand auf meine Stirn. Ihre Augen wurden größer. „Sam, du hast Fieber. Ich hohle schnell das Fiebermessgerät.“
Und schon war sie auf der Suche nach eines.

Mhmm … 39,2° C. Das ist ziemlich hoch. Der ganze Stress macht dich wohl zu schaffen“, sagte meine Mutter zu mir, als sie meine Wange runter strich. Zur Antwort brummte ich sie erschöpft an. Auf einmal ging wieder die Tür auf und Basti stand jetzt mit seinem Rucksack vor mir. Meine Mutter verabschiedete sich von mir mit einem kleinen Kuss auf der Stirn, dann wandte sie sich an Basti: „Wenn du dich nicht anstecken willst, dann solltest du sie lieber nicht küssen oder in ihrer Nähe sein. Sie hat verdammt hohes Fieber...“ Der Blick meines Freundes lag auf mir. „Das ist mir egal. Ich will bei ihr bleiben!“ Meine Mutter verließ das Zimmer mit einem Schmunzeln.
Und kaum war sie verschwunden, lief Basti auf mich zu und drückte seine Lippen auf meine, in der Hoffnung, dass seine Küsse die Medizin gegen das Fieber wären.
Schatz, hast du Hunger?“ Ich nickte auf seine Frage. „Aber ich muss zu erst aufs Klo, ok?“ Er fing an zu lachen. „Na dann hoch mit dir kleine Maus!“
Ich lief gesteuerte auf die Toilette zu, doch dann blieb ich stehen. Mir wurde auf einmal schwindelig und alles begann sich zu drehen. „Sam? Was ist -“
Mehr bekam ich nicht mehr mit und fiel mit schwarzen Augen auf den kalten Boden.

'Was ist das für ein Geräusch?' Eine laute Sirene tönte durch mein Ohr. „Hier oben ist sie! Schnell!“
'Mama? Was ist denn los? Was ist passiert? Wo ist Basti? Basti??!! Wo bist du?'
Sie bewegt sich ein bisschen! Georg, wir müssen sie auf die Trage legen!“
'Georg? Wer ist das?' Ich spürte zwei Arme unter meinen Axels und zwei an meinen Beinen. 'Was machen die mit mir?'
Dürfen wir beide mitfahren?“, fragte meine Mutter aufgelöst. Ich hörte keine Antwort. Unter mir lag jetzt etwas weiches und warmes. Eine Hand nahm meine Finger und streichelte sanft darüber. Das waren die von Basti. Mit aller Kraft versuchte ich sie fester zuzudrücken, was mir auch etwas gelang. „Sie spürt, dass ich da bin!“

Kommentare:

  1. Wieder sehr schön, auch wenn es kein tolles Ende hat, trotzdem toll geschrieben. Aber langsam mach ich mir Sorgen! Weiter!

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  2. Richtig schöner Teil . :)
    Kann Eric nicht verschwinden ?
    Ich hab echt Angst vor dem . :o
    Ich warte gespannt auf den Nächsten Teil . ♥

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  3. jaaa ich warte auch gespannt :D

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  4. oh ne die arme!

    weiteer!

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  5. Ohaa was ist da denn los ? :oo

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